Transcript of Vergessen, diffamiert, verdrängt – Der linke Widerstand und seine Bedeutung heute | VIDEO ESSAY
Video Transcript:
hallöchen mein Name ist Annie und auf meinem Kanal geht es um feministische und geschichtssträchtige Themen und ja ich freue mich dass ihr da seid vorabensichtliche ich sitze hier mit diesem Mikro jetzt das liegt daran dass ich eine neue Kamera habe ich hoffe dass das auffällt insofern als dass das Bild besser ist als sonst wenn nicht sprechen wir einfach nicht drüber ja aber deshalb weil mein anderes Mikro nicht mit dieser Kamera kompatibel ist sitze ich jetzt hier mit diesem Ding was ich zum Glück noch auf meinem Dachboden gefunden habe das also vorab ja aber dann können wir eigentlich loslegen in diesem Video geht es um eine Seite der Geschichte die zwar gut dokumentiert ist aber in der öffentlichen Wahrnehmung oft untergeht oder bewusst verzerrt wird vor allem aktuell und das ist der antifaschistische Widerstand gemeint sind Menschen aus kommunistischen sozialistischen oder auch anarchistischen Kreisen die sich damals dem Nationalsozialismus früh und vor allem entschlossen entgegengestellt haben das meist ohne Rückhalt oft verfolgt aber mit Haltung warum ich darüber spreche weil genau diese Geschichte heute wieder umkämpft ist und das nicht historisch sondern politisch rechte Gruppen inszenieren sich gezielt als Verteidiger von Ordnung von Recht und Freiheit und warnen vor linksextremer Gewalt gleichzeitig wird damit Antifaschismus entpolitisiert kriminalisiert und diffamiert und dabei zeigt die Geschichte aber ganz klar dass Antifaschismus nie eine Gefahr für die Demokratie war sondern vielmehr die Verteidigung dieser und umso absurder ist es wenn autoritäre Politiker heute ausgerechnet dieses Symbol nutzen mit dem eins die Nazis ihre politischen Gegner gebranntmarkt haben das war so als Donald Trump z.B 2020 während seines Wahlkampfes ein rotes nach unten gerichtetes Dreieck zur Kennzeichnung antifaschistischer Demonstrant innen einsetzte damit griff er dieses historische SS-Symbol auf das gleiche Zeichen dass politische Häftlinge in den Konzentrationslagern tragen mussten damit stigmatisierte er nicht nur seine Gegner in mit diesem Verfolgungssymbol er zeigte auch wie unfassbar geschichtsvergessen und gefährlich der heutige Umgang mit Antifaschismus geworden ist es ist eine Verachtung all dieser Leute die damals gegen die Nationalsozialisten gekämpft haben und in diesem Video möchte ich gerne ihre Geschichte erzählen wer war die Antifa die Antifah damals wie haben sie gehandelt und mit welchem moralischen Kompass das werde ich mir alles anschauen und ja was wir auch aus ihrer Haltung vielleicht für heute mitnehmen können antifaschismus als Reaktion nicht als Provokation wenn heute von der sogenannten Antifah die Rede ist dann begegnet uns dieser Begriff oft in aufgeheizten Debatten ne als Schlagwort als Kampfbegriff als Feindbild und auch als Projektionsfläche aber der Ursprung dieses Begriffs ist eindeutig historisch verortbar und sagt viel darüber aus warum es diese Bewegung überhaupt gibt die antifaschistische Aktion die 1932 von der Kommunistischen Partei Deutschlands der KPD ins Leben gerufen wurde war keine Spielerei sie war damals ein letzter Versuch die Arbeiterklasse gegen den wachsenen Terror von rechts zu mobilisieren damals marschierte die SA durch die Straßen politische Gegner wurden zusammengeschlagen oder sogar ermordet und die NSDP bereitete sich auf die Machtübernahme vor und die Gründung der antifaschistischen Aktion war damit eine Reaktion auf reale Bedrohung und war in dem Sinne ganz wortwörtlich antifaschistisch und sie war vor allem defensiv motiviert nicht aggressiv ihr Ziel war es einen gesellschaftlichen Damm gegen diese Entmenschlichung aufzubauen und nicht umgekehrt an der Stelle sei gesagt dass heute rechte Gruppen gegen die Antifah demonstrieren und sich dabei als Verteidiger von Freiheit Recht und Ordnung darstellen ist vor diesem Hintergrund nicht nur geschichtsvergessen es ist eine paradoxe Verdrehung denn ohne Faschismus hätte es niemals eine Antifah geben müssen die Gewaltsspirale der Weimare Republik als Adolf Hitler damals im Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt wurde begann in Deutschland ein Kapitel der Verfolgung Unterdrückung und der Gewalt der Staat verwandelte sich rasch in eine Diktatur ne andersdenken wurden zum Feind erklärt politische Gegner gnadenlos verfolgt und nicht alle haben geschwiegen vor allem auf der linken Seite gab es von Anfang an Menschen die sich dem Faschismus entgegengestellt haben viele von ihnen bezahlten diesen Mut mit jahrelanger Haft mit Folter oder auch mit ihrem Leben aber der antifaschistische Widerstand ist nicht erst mit Hitlers Machthergreifung entstanden er hatte Wurzeln in der Krise der Weimarer Republik die von massiver sozialer Ungleichheit Wirtschaftskrisen und politischer Radikalisierung geprägt war rechte Verbände wie der Stahlhelm die SA oder verschiedene Freikops marschierten offen bewaffnet auf den Straßen und auf der anderen Seite stand etwa der rote Frontkämpferbund der RFB eine paramilitärische Organisation die der Kpd nahstand und andere linke Demonstrationen schützte oft kam es da zu regelerechten Straßenschlachten die Republik war in dem Zustand der dauerhaften Eskalation und die demokratischen Kräfte waren zu zersplittert um dem Ganzen wirksam entgegenzutreten und trotz gemeinsamer Gegner gelang es der Linken nicht eine breite Einheitsfront gegen Hitler zu bilden besonders die KPD verharte in ihrer ideologischen Linie und bezeichnete damals sogar die SPD als Sozialfaschisten war ein schwerer strategischer Fehler der jede Zusammenarbeit in dem Moment verhindert hat die antifaschistische Aktion und ihre Bedeutung mit der Gründung der antifaschistischen Aktion versuchte die KPD damals kurz vor der Wahl im Sommer 32 noch einmal ein sichtbares Zeichen zu setzen das Logo diese zwei wehenden Fahen war nicht nur ein Symbol sondern auch ein politisches Versprechen gegen Faschismus und für Klassenkampf die antifaschistische Aktion war keine feste Organisation in dem Sinne sondern eher ein Aktionsbündnis so könnte man es bezeichnen ne sie veröffentlichten Zeitung organisierten Kundgebung und versuchten Menschen auf der Straße auch zu erreichen ihr Auftreten war bewusst kämpferisch nicht zuletzt weil die Bedrohung durch die SA längst nicht mehr symbolisch war und wer damals gegen rechts demonstrierte riskierte wirklich im wahrsten Sinne Kopf und Kragen wichtig ist die antifaschistische Bewegung war von Anfang an eine Reaktion auf rechte Gewalt sie entstanden nicht um zu provozieren sondern um sich zu schützen und um andere zu schützen und diese Grundidee durchzieht die Geschichte des linken Widerstands bis heute der Übergang in den Untergrund und der Beginn des Terrors nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Januar 1933 wurde die KPD verboten die Gestapo reagierte damit massiver Unterdrückung da wurden Büros gestürmt Zeitungen verboten Wohnungen wurden durchsucht Verdächtige monatelang inhaftiert und auch gefoltert ab 1933 errichtete das NS-Rime ein flächendeckendes System aus Gefängnissen und auch Konzentrationslagern das speziell auf politische Gegner ausgelegt war und wer einmal als staatsfeindlich galt und es waren besonders Kommunistinnen und sozialistische Aktivisten kam oft nicht mehr lebend nach Hause tausende linke Widerständlerinnen wurden systematisch ermordet durch Folter durch Erschießung durch sogenannte Sonderbehandlung in den Lagern und wer antifaschistisch handelte lebte im Grunde wirklich mit dem Wissen dass der Preis dafür das eigene Leben sein konnte und oft auch war auch andere Gruppen wie die sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands die SAP oder der internationale sozialistische Kampfbund der ISK die Gruppe Neubeginn wurden verfolgt oder zur Flucht gezwungen und viele gingen in dem Moment in den Untergrund sie organisierten also geheime Treffen druckten und verteilten Flugblätter bauten Netzwerke auf in Städten wie Berlin Hamburg Köln oder auch Leipzig gab es weiterhin kommunistische und sozialistische Zellen ja ne aber klein isoliert und ja zum Glück dennoch entschlossen ein Beispiel die Gruppe von Willly Eichler der Kopf des ISK die warnten bereits 1932 öffentlich vor dem Irrsinn des Faschismus und nach der Machtübergreifung organisierte Eischlaf von Paris aus ein Netzwerk das regimkritische Schriften ins Deutsche Reich schmuggelte gut getarn und das oft mit gefälschten Pässen und ja Unterlebensgefahr was tat der linke Widerstand konkret trotz all dieser Gefahren blieb der Widerstand aktiv und das in unterschiedlichen Formen wir haben natürlich die Verbreitung illegaler Schriften allein 1944 stellte die Gescapo über 1,5 Millionen Flugblätter sicher diese wurden nachts in Hauseingänge gelegt oder heimlich in Betrieben verteilt wir haben z.B hier einmal dieses Flugblatt das stammt von der KPD veröffentlicht unmittelbar nach Hitlers Ernenung zum Reichskanzler im Januar 1933 es ruft zum Massenstreik auf und warnt eindringlich vor einer faschistischen Kontrevolution die antifaschistische Aktion wird hier tatsächlich direkt erwähnt als Aufruf zur kollektiven Gegenwär gegen die aufsteigende NSDktatur der Ton ist entschlossen kämpferisch und auch verzweifelt klar das zweite Flugblatt was ich rausgesucht habe ist dieses dieses Flugblatt entstand nur wenige Wochen später im März 1933 und es war vor der Koalition aus Hitlerpen und dem Medienmugul Hugenberg und kündigt das drohende Verbot der Kommunistischen Partei an die Sprache ist auch hier wieder drastisch das ist wirklich ein letzter verzweifelter Versuch gewesen die Arbeiterschaft zu mobilisieren gegen diese heranrollende Diktatur dann gab es Sabotageakte in der Industrie kommunistische Arbeiter innen führten tatsächlich gezielt diese Sabotageakte durch um die Kriegsmaschinerie des NS-reimes zu stören in Berliner Rüstungsbetrieben wie den Ascania Werken z.B wurden Produktionen sabotiert in dem Panzerteile fehlerhaft hergestellt wurden oder Transporte verzögert wurden diese Aktionen waren lebensgefährlich da die Gestapo natürlich solche Aktivitäten hart verfolgte und bestraft hat es gab internationale Vernetzung exilgruppen in Städten wie Paris Prag oder auch Zürich spielten dann zentrale Rolle im Widerstand sie koordinierte oder koordinierten Hilfe für verfolgte organisierten Fluchtwege und stellten gefälschte Papiere aus damit man das Land verlassen konnte paris entwickelte sich zum geistigen Zentrum dieses politischen Exils wo intellektuelle und politische Aktivistinnen gemeinsam gegen das NS-Rime gearbeitet haben es gab Aufklärung über NS Verbrechen der internationale sozialistische Kampfbund der ISK dokumentierte z.B systematisch die ganzen Verbrechen des NS-reimes da wurde in kleinen konspirativen Gruppen Informationen gesammelt über Misshandlung über Deputation über Morde und versucht diese Information ins Ausland zu bringen um die internationale Öffentlichkeit zu informieren und vor allem zu alarmieren solidarität mit Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen war auch ein Thema ne städten wie Düsseldorf Essen unterstützten Widerstandsgruppen sowjetische Zwangsarbeiter und auch Kriegsgefangene sie versorgten sie mit Lebensmitteln Informationen und halfen auch hier bei Fluchtversuchen ein Beispiel ist die Zusammenarbeit zwischen der antinizarzisstischen deutschen Volksfront und der sowjetischen Organisation brüderliche Zusammenarbeit der Kriegsgefangenen so nannte sich die damals in München die ein gemeinsames Widerstandsnetzwerk gebildet haben da ist ein beeindruckendes Beispiel die Sefkow Jakob Bestlein Organisation das ist ein kommunistischsozialistisches Bündnis gewesen das 1944 sogar den Versuch unternahm mit bürgerlichen Widerstandskreisen wie dem Kreisauerkreis zusammenzuarbeiten und Ziel war hier ein vereinter Umsturz gegen Hitler aber auch diese Gruppe wurde am Ende verraten und all ihre Anführer hingerichtet die hier mit Stolperstein z.B aber auch geehrt wurden moral und Maß war der Widerstand in seiner Form gerechtfertigt die Frage ob der linke Widerstand immer moralisch gehandelt hat wird bis heute natürlich diskutiert und sie ist natürlich zu teilen auch berechtigt gerade mit Blick auf die ideologische Nähe der KD zur stalinistischen Sowjetunion ja die KPD hielt zu lange an ihrer Sozialfaschismusthese fest sie orientierten sich eng an Moskau was nach dem Hitler Stalinpakt 1939 viele tief erschüttert hat einige zogen sich zurück andere zweifelten an ihrer Partei und die KPD war keine demokratische Organisation im heutigen Sinne zudem darf man nicht verschweigen dass der Widerstand nicht frei von inneren Widersprüchen war wer ins Moskaauer Exil ging war dort nicht automatisch sicher viele kommunistische Widerstandskämpfer wurden unter Stalins Terror erneut verfolgt interniert oder halt auch ermordet die ideologische Linientreue reichte soweit dass selbst andere linke Gruppen wie Trotzkeisten Trotzkisten oder Sozialisten als Verräter galten und diese Logik des Ausschlusses wirkte nach innen ne misstrauen Denziation Parteidisziplin all das prägte diesen Widerstand und auch strategisch wurde nicht alles richtig gemacht die konsequente Ablehnung eines Bündnisses mit der SPD obwohl beide Parteien den Faschismus als Gegner hatten erwies sich wirklich im Rückblick als schwerer Fehler und gerade in den letzten Jahren der Weima Republik lehmte diese ideologische Verbohheit die Möglichkeit einer gemeinsamen starken Front gegen den aufziehenden Terror von rechts die Motivation war dennoch immer zutiefst ethisch sie kämpften nicht für Stalin sondern gegen Hitler und sie kämpften gegen Mord gegen Lager und gegen Unrecht und sie taten dass unter Bedingung in den Widerstand lebensgefährlich war der linke Widerstand war keine perfekte Bewegung natürlich nicht er war aber geprägt von Mut und von Haltung und auch von autoritären Prägungen falschen Loyalitäten und strategischen Irrtümern aber gerade deshalb verdient er natürlich diese differenzierte Erinnerung ne nicht als jetzt Heiligenlegende sondern einfach als Zeugnis menschlicher Überzeugung in all ihrer Stärke in dem Risiko und auch in ihren Widersprüchen zudem war der linke Widerstand im Gegensatz zu späteren Gewalttdebatten überwiegend gewaltfrei gegenüber den Menschen ne also diese Mittel Sabotage Aufklärung und Solidarität wie gesagt das waren die Hauptmittel terroristische Gewalt jetzt Attentate oder Angriffe auf Zivilisten waren in der Linken der Inszeiten nicht Teil des Programms der Preis des Widerstands Verhaftung Folter und Tod zwischen 1933 und 1945 wurden mehr als 150.000 Kommunistinnen verhaftet 100tausende kamen in Konzentrationslager mindestens 20.000 wurden ermordet an der Stelle die Ergänzung noch mal aus dem Schnitt zum dritten Absatz hier weil ich das im Video selber nicht explizit erwähne ich möchte es jetzt hier noch mal kurz vorlesen dass mittlerweile bekannt ist dass auch Familienangehörige der Opfer dieser Verfolgung ausgesetzt waren für Frauen bedeutete das Speziallager eingerichtet wurden und die Kinder litt insofern darunter als dass sie ebenfalls als Volksfeinde betitelt wurden und entweder in Heime gesteckt oder tatsächlich sogar auch zur Adoption freigegeben wurden das finde ich an der Stelle noch mal sehr wichtig auch so klar noch mal zu erwähnen auch viele Sozialistinnen Anarchistinnen und unabhängige Aktivistinnen teilten dieses Schicksal in den Konzentrationslagern wurden politische Gegner des Insregimes mit diesen roten Winkeln den ich am Anfang schon mal erwähnt habe gekennzeichnet dieses Abzeichen war ein Symbol der Verfolgung ne aber auch damit irgendwo ein stilles Zeichen des Widerstands und die SAP verlor fast ihre gesamte Inlandsstruktur bereits von 1936 der ISK wurde 1938 durch Massenverhaftung zerschlagen die kommunistischen Zellen litten besonders unter Spitzeln Verrat und systematischer Zerschlagung damit ja dennoch blieb der Widerstand aber bestehen selbst in der Wehrmacht gab es vereinzelt Soldaten die heimlich kommunistische Schriften verteilt haben oder Deserteuren geholfen haben und selbst in den Lagern organisierten Häftlinge heimlich so politische Schulung oder Solidaritätsaktion der linke Widerstand hat in seiner Struktur leider nie die Kraft gehabt das Regime tatsächlich zu stürzen aber er hat gezeigt dass auch im totalitären System Handlung möglich war und dass Haltung ein Akt der Selbstachtung war und oft der letzte den jemand hatte nach 1945 das lange Schweigen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der linke Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Ost und Westdeutschland tatsächlich sehr unterschiedlich erinnert und auch bewertet während die DDR den kommunistischen Widerstand zum zentralen Bestandteil ihrer Staatslegitimation erhoben hat wurde er in der Bundesrepublik lange Zeit marginalisiert oder ja kritisch betrachtet erinnerungskultur in der DDR sah so aus dass der kommunistische Widerstand insbesondere durch Persönlichkeiten wie jetzt Ernst Telemann undter Anton Seevkov und Mitglieder dieser roten Kapelle heroisiert und als Beleg für die antifaschistische Gründungsideologie des Staates genutzt gedenkstätten wie Buchenwald wurden zu zentralen Orten staatlicher Erinnerungskultur wobei andere Widerstandsgruppen insbesondere jetzt sozialdemokratische oder religiöse oft ignoriert oder defamiert wurden organisationen wie das Komitee der antifaschistischen Widerstandskämpfer das KDAW spielten eine wichtige Rolle in der Traditionspflege und waren eng mit der SED in der DDR verbunden in der Bundesrepublik sah es wie gesagt anders aus da war es so dass der linke Widerstand nach 1945 lange Zeit vernachlässigt wurde insbesondere so kommunistische Widerstandskämpfer wurden häufig als Verräter deformiert ihre Leistungen fanden da wenig Anerkennung und erst in den 1980er Jahren ging es dann los dass eine breitere Auseinandersetzung mit verschiedenen Formen des Widerstands gegen das NS-Rime und einschließlich dieser gewerkschaftlichen und sozialistischen Widerständler da betrachtet wurde siegfried Milke Historiker trug dazu bei das Bewusstsein für den Arbeiter und Gewerkschaftswiderstand da zu schärfen kommen wir zu meinen persönlichen Schlussgedanken der antifaschistische Widerstand der Linken war vielstimmig aber in Teilen auch fehler behaftet aber im Ende einfach mutig konsequent und zutiefst menschlich der hat sich dem Bösen entgegengestellt und das nicht mit Waffen sondern mit Haltung und das absurde ist dass heute Menschen gegen die Antifach auf die Straße gehen ne sie als Gefahr stilisieren und dabei diesen eigenen Geschichtsunterricht anscheinend irgendwie verpennt haben ist ein gefährliches Spiel auch ne der Antifaschismus war nie die Bedrohung er war immer schon die Antwort auf die Bedrohung und in einer Zeit in der rechte Parolen wieder laut sind in der Hass gegen Minderheiten wieder normalisiert wird und ist lohnt sich dieser Blick zurück um wirklich zu begreifen Faschismus beginnt wenn Menschen über Hass schweigen und Antifaschismus beginnt wenn sie es nicht mehr tun also der Antifaschismus ist nicht überholt sondern heute vor allem ne umso mehr notwendig um Haltung gegen Ausgrenzung gegen Gewalt und gegen Vergessen zu zeigen die Menschen über die ich heute gesprochen habe hatten damals keine Sicherheit keine Bühne und oft auch keine Zukunft aber sie hatten halt dieses Nein und manchmal ist das nein alles was dann irgendwie bleibt ja ich danke euch dass ihr euch die Zeit genommen habt bis hierin zugehört habt würde mich an der Stelle über ein Abo und ein Like freuen das hilft mir sehr und ist kostenlos mein letztes Video findet ihr hier falls ihr das noch nicht gesehen habt und ja ich bin gespannt auf eure Kommentare zu dem Thema auf eure Gedanken dazu und freue mich wenn wir uns dann nächstes Mal wiedersehen bis dahin danke und tschüssi yeah
Vergessen, diffamiert, verdrängt – Der linke Widerstand und seine Bedeutung heute | VIDEO ESSAY
Channel: Anni Svensson
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